Ich bin schon fast wieder da

Wie ihr vielleicht bemerkt habt, war es mir doch lange nicht möglich, zu schreiben. Jetzt kann man sich fragen warum?? Ich bin schon seit einem Monat und 3 Tagen wieder in Deutschland und versuche seither mit allen Mitteln wieder in diesem vollen, teils stressigen und super grünen Land wieder richtig anzukommen. Ganz langsam gelingt mir das jetzt auch aber es ist wirklich nicht einfach. Der Kulturschock bei meiner Heimkehr war bei weitem stärker, als der bei meiner Ankunft in Namibia. Vielleicht ist dies so, weil ich in diesem Land eine zweite Heimat mit Menschen, Land und Tieren gewonnen habe und diese Beziehung noch so frisch ist. Ich weiß es nicht aber jetzt bin ich erst einmal wieder da. Schreiben kann ich allerdings erst jetzt, da ich doch einen gewissen Abstand brauchte, um alles noch einmal zu durchdenken und auf’s “Blatt” zu bringen.

Die Letzten Wochen in Namibia waren einfach nur noch der Hammer. Ich habe in meinem ganzen Jahr dort nie soo viel gemacht; Weder Gearbeitet noch Privat. Es war so Intensiev, voll und mit viel spaß, dass es eigentlich nur der in die Länge gezogene Abschied sein konnte (mann soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am schönsten ist).
Da die Studenten bei meiner Abreise schon eine Woche Urlaub hatten, habe ich an ihrem Letzten Abend ein ganzes Schaaf am Spieß gegrillt und wir haben gemeinsam noch lange bis in die Nacht gesessen, geredet und gelacht.

Die Restlichen Abende war ich auf Krumhuk, habe mit meinen Nachbarn gegrillt oder bei ihnen gegessen (sie haben für mich Mopanewürmer gekocht… gar nicht so schlecht), oder war in Windhoek. Tia Gisela habe ich bis zum Abflug behalten und dann erfolgreich verkauft… ich werde die Kiste trotz der Mühen die sie mir gemacht hat wirklich vermissen.
Am meisten vermisse ich allerdings die Menschen, kurz gefolgt von der Landschaft auf dem Land, was wiederum nur kurz vor der Lebenweise dort liegt.

Für mich ist auf jeden Fall klar, dass es mich wieder in dieses Land ziehen wird. Vermutlich auch länger. Zuerst einmal aber werde ich hier in Deutschland in Gießen Energiesysteme studieren und das Land kennen lernen, dass ich meine erste Heimat nenne. Dann erst lasse ich mich wieder in die Ferne ziehen.

Ich möchte mich gerne bei euch allen bedanken, die ihr mich das Ganze Jahr über in Namibia begleitet habt und sei es nur in Gedanken. Ich hoffe ihr konntet auch etwas von meinem Jahr und meinen Berichten Mitnehmen und seit vielleicht auch versucht, euch ein eigenes Bild von diesem Riesigen Land zu machen.

Wer wissen möchte, was in andern Ländern, anderen Projekten und mit anderen Menschen passiert, der sollte mal einen Blick auf den Blog von meinem Cousin Jonas, Sonja und Ole unter http://circusprojekt-saopaulo.blogspot.com/ riskieren, die dort ihre Eindrücke zu teilen versuchen.

Euch alles gute bin bis hoffentlich bald einmal.

Alles Liebe,

Max

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Endspurt

Nachdem ich nun doch seit einiger Zeit nicht mehr geschrieben habe, möchte ich mir zumindest die Zeit nehmen, dies zu erklären. Die Letzten und auch die kommenden Wochen waren, sind und werden unglaublich voll sein, da ich realisiert habe, dass meine Zeit in diesem Land doch begrenzt ist. Deshalb versuche ich nun mitzunehmen was irgendwie geht und was ich Kräftemäßig irgendwie auf die Reihe bekomme. Leider bin ich dadurch jede Mittagspause super müde und fast jeden Abend unterwegs, was mir nicht sonderlich viel Zeit zum schreiben lässt.
Ich werde versuchen mir dieses Wochenende ein bisschen Zeit zu nehmen, um die Ereignisse der letzten Wochen irgendwie zusammenzufassen, online zu stellen und zu bebildern.
Ich zähle auf jeden Fall jeden Tag den Count-down bis zum Abflug runter… was bei 13 Tagen nicht mehr so schwer ist.
Dir alles Gute und bis denne

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Die Erlebnisse von einem Monat in Kurzfassung

Es ist schon wieder eine Woche vergangen, seit ich nach einer dreiwöchigen Tour durch Namibia meine Familie wieder zum Flughafen brachte. Diese Zeit war so voll und scheinbar auch übervoll, sodass mein Körper mich einfach flach gelegt hat und ich nun mit einer Erkältung im Bett liege – die perfekte Chance für mich die letzten Wochen (virtuell) auf Papier zu bringen.
Nachdem meine Familie schon eine Woche hier auf Krumhuk war, ich jedoch noch arbeiten musste, war am Samstag, den 2. Juli, dann auch für mich Urlaub angesagt. Ich hatte schon einige Zeit vorher mit einem Bekannten hier eine Tour für uns zusammengestellt, die wir einfach abfahren wollten. Mit meinem Drang zur Spontanität, aber auch dem Wissen um den Ansturm bei manchen Übernachtungsmöglichkeiten buchte ich nur 4 Übernachtungen vor. Die Quittung dafür bekamen wir gleich am ersten Abend in der Kalahari, da unser dortiges Ziel wegen der noch nicht begonnen Saison noch nicht offen hatte. Wir fanden Unterkunft auf einer Guestfarm, wo wir unserem ersten Spektakel der Tiere beiwohnen konnten. Gigantische Schwärme von Blutschnabelwebern machten auf ihrer Reise Richtung Okavango Delta bei unserer Unterkunft halt. Diese nur etwa acht Zentimeter großen Vögelchen sind die zahlenmäßig größte Vogelart auf unserem Planeten und ihr Flugformation erinnert an riesige Fischschwärme in der Luft.

Auch der nächste Tag hielt eine Überraschung für uns bereit: Unsere Unterkunft war Teil des Chitafunds Namibia und so hatten wir die Chance bei der Fütterung der schnellsten Landtiere der Welt nur zwei Meter vor den Katzen im Gehege zu stehen. Auch wenn es mich sehr an einen Zoo erinnert hat, war es doch ein Erlebnis diese sonst so scheuen Jäger, die ich von Krumhuk kannte, einmal aus der Nähe zu sehen.

Die beiden folgenden Tage verbrachten wir in Ai-Ais, am Ende des Fishriver-Canyons. Dort wurde mir bewusst, dass ich den zweitgrößten Canyon der Welt einmal ganz durchwandern möchte, wozu uns bei unserer Riese leider die Zeit gefehlt hat. Nach den nächtlichen Minusgraden der letzten Wochen war es hier am beinahe südlichsten Punkt Namibias mit um die 8 °C nachts doch erstaunlich warm. Hinzu kam, dass es in Ai-Ais heiße Thermalquellen gibt, weshalb Marlo (mein Bruder) und ich erst einmal eine Stunde der ersten Nacht in einem Außenbecken mit dem Betrachten der Sterne verbracht haben.

Unsere Route führte uns am Oranje entlang, Richtung Küste und dann ins Landesinnere nach Aus. Fahrerisch war dies der allerschönste Teil unserer Reise, da die Straße sich durch die am Oranje angrenzenden Berge schlängelt und immer wieder zu diesen zurück führt. In Aus blieben wir zwei Nächte in einem um einen Felsen gebautes Hüttchen am Rande eines Berges. Der Ausblick in die Ebene war gigantische und ein Strauß kam von Zeit zu Zeit vorbeigewandert. Da es abends und nachts draußen stürmte, braaiten wir auf dem Kamin, was dem Ganzen noch mehr Gemütlichkeit verlieh.

Unser nächstes Ziel war Sosusvlei, wo wir wieder zwei Nächte verbrachten und Marlos Magen das erste mal gegen das namibische Essen oder das Wasser rebellierte und er somit leider die Dünen und das Wasser dort verpasste.

Bei der nächsten Station in den Naukluftbergen war er zwar wieder fit, hatte sein Problem jedoch an Chiara weitergegeben. Somit musste immer einer bei ihr bleiben, während der Rest in dieser so gegensätzlichen Landschaft wandern gehen konnte. Teilweise speichern die Berge so viel Wasser, dass die Bachläufe hier das ganze Jahr über Wasser führen und somit ein immergrünes Kontrastprogramm zur umgebenden Wüste liefern. Wie schon im Fishriver-Canyon hat mich die Landschaft so in ihren Bann gezogen, dass ich für eine längere Wanderung durch diese Berge und Täler noch einmal dorthin zurückkehren möchte.

Das nächste Ziel war das Gecko Camp in einem Teil der Namibnaukluftebene am Fuße des Spretshochtkepasses. Da der 15. Juli immer näher rückte und somit auch der Bewerbungsschluss der meisten Unis, widmete ich meine Zeit dort vor allem den Bewerbungen, während Marlo und Dad einen Teil der umliegenden Berge erkundeten. Mum musste leider bei Chiara bleiben, da diese noch immer nicht wieder richtig fit war. Die Sonnenuntergänge dort sind im übrigen mit die Schönsten, die ich je in meinem Leben gesehen habe.

Der Nächste Stopp unserer Reise war dann Swakopmund. Zuvor jedoch trafen wir uns noch mit Carina (eine der Babyfängerinnen) und ihrem Freund in Walfish Bay zum Kaffee am Meer. Nachdem wir bisher doch eher frühlings oder Herbstgefühle hatten, war bei 30 °C nun endlich Sommerurlaub (im namibischen Winter) angesagt. Das Haus von Kine & Ulf, in das wir in Swakop zogen, hat eine perfekt Lage. Mitten in der Stadt, 20 Meter vom Meer entfernt hätten wir es nicht besser treffen können. Nachdem wir nun für über eine Woche durch trockenes Land gefahren waren, genossen alle sichtlich das Wasser und das Meer. Auch kulinarisch bot Swakop mit zwei exzellenten Fischrestaurants direkt am Bzw. über dem Wasser eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Angebot an Wild. Wir unternahmen die gleiche Paddeltour zu den Robbenkolonien, die ich schon im Sommer hier gemacht habe. Dieses Mal waren die Vögel wegen der starken Regenzeit noch in der gefluteten Etoschapfanne, dafür sahen wir aber massenweise Delfine und Bottlenosed Dolfines (ich weiß leider nicht den deutschen Namen). Am Ende gingen Marlo und ich noch mit den Robben schwimmen, was ein unglaubliches Erlebnis war. Auch wenn diese Tiere, vor allem die Jungen, unglaublich verspielt und zutraulich sind, blieben sie doch immer respektvoll auf Abstand. Wenn wir begannen zu schwimmen, schwammen sie mit uns, sprangen rechts, links und zwischen uns durch. Sie kamen auf uns zugeschossen, nur um dann im letzten Augenblick zu drehen und uns nass zu machen – ein unglaubliches Erlebnis.

Nach drei Tagen am Meer ging unsere Reise weiter, zurück ins Landesinnere, ins Damaraland. Diesen Teil des Landes hatte ich bereits mit Sara bereist, war mir aber zu diesem Zeitpunkt schon bewusst, dass ich meine Familie auch dorthin bringen wollte. Die ersten beiden Nächte verbrachten wir an der Spitzkopp, einer großen Felsformation mitten in hügeliger Grassavanne. Eine Landschaft von atemberaubender Schönheit, die zum Klettern und laufen nur so einlud. Bei meinem nächsten Aufenthalt hier in Namibia würde ich gerne einmal auf die Spitzte der großen Spitzkoppe klettern: eine Tagestour für die man viele Meter Seil, Ausrüstung und Begleiter braucht.

Nach einer weiteren Nacht auf einem Campingplatz weiter nördlich im Damaraland, erreichten wir Tags darauf eine Lodge 25 km außerhalb des Etoscha Nationalparks. Da diese uns alle ansprach und wir es genossen auf guten Matratzen zu schlafen und super lecker bekocht zu werden, blieben wir dort 2 Nächte, während wir tagsüber den Etoschapark besuchten.
Dieser Park hat meines Wissens eine weltweite Einzigartigkeit: Da hier seit über 150 Jahren kein Wild mehr geschossen wurde, vor allem nicht vom Auto heraus, haben die Tiere ihre Scheu gegenüber diesen verloren und sehen sie nun als eine Art lärmende Tiere an. Nur auf diese Weise kann es passieren, dass plötzlich 2 Meter vom Auto entfernt Elefanten, Giraffen, Zebras und viele weitere Tiere stehen. So kam es mehr als einmal vor, dass wir plötzlich in einer mehrere hundert Tiere starken Herde von Springböcken, Orix oder Zebras standen und erst einmal warten mussten, bis diese vorbeigezogen waren. Ein anderes Mal standen wir über 2 Sunden an einem Wasserloch, dass von einem 14-köpfigen Rudel Löwen besetzt war. Sie ließen keines der vielen anderen Tiere an das Wasser heran und jagten jedes, das sich zu nah heranwagte. So kamen mehrere Zebra- und Spingbockherden während der 2 Stunden vorbei, um dann doch durstig wieder abzuziehen.

Auf unserem Weg zurück nach Windhoek blieben wir noch eine Nacht am Waterberg, wo meine Eltern und Chi einen Gamedrive machten während Marlo und ich auf den kleinen Waterberg stiegen. Wir hatten zu viel Zeit im Auto verbracht und auch schon genügend Tiere gesehen, als dass wir uns freiwillig wieder in eines setzten wollten, wenn es eine Alternative gab.

Die Letzten beiden Nächte verbrachten wir wieder auf Krumhuk und ich war überrascht über das “nach-Hause-kommen-Gefühl, das ich empfand als wir erst Windhoek und dann die Farm erreichten.

Nach einer gigantischen Zeit mit meiner Familie fiel es mir schwer, diese wieder gehen zu lassen, aber am nächsten Tag war ich schon wieder in meiner täglichen Routine am ATC. Es ist wirklich komisch, wie schnell man sich wieder an die Familie gewöhnt, aber auch gut wieder ohne sie auskommt.

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Family & Co

Seit einer Woche ist nun meine Familie bei mir und es war für mich wie Urlaub, obwohl ich die ganze Woche arbeiten musste. Alleine der Genuss mit allen zu frühstücken und vor allem nicht nur Pub zum Frühstück zu haben ist einfach genial.
Heute habe ich meinen letzten Arbeitstag gehabt und jetzt heißt es für die nächsten drei Wochen: “Hola Namibia, zeig mir was du hast!” Ich freue mich auf jeden Fall riesig auf die Reise und muss jetzt auch schon wieder weg.
Euch allen eine schöne Zeit und ich gelobe hoch und heilig einen super Reisebericht mit vielen Bildern zu liefern.

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Nur ein kurzer Kurzbericht

Da in den letzten Wochen hier mit Bewerbungen, Arbeit, Freunden und Auto doch sehr viel zu tun ist, ist meine Zeit, Berichte zu schreiben, doch sehr geschrumpft. So also nur eine kurze Zusammenfassung.

Ich habe es endlich geschafft, den ersten Teil des Büros von Andreas fertig zu stellen. Ob ich auch den Rest schreinern darf, hängt davon ab, ob wir innerhalb der nächsten Monate Geld in unsere Kasse bekommen, da es momentan etwas knapp ist und somit die „Extraausgaben“ gestrichen werden. Sonst muss wohl mein Nachfolger diesen Job übernehmen.
Außerdem habe ich endlich ein Regal unter meinem Bett, was mein Zimmer wohnlicher und meine Ordnung einfacher macht. (Von beidem sind Bilder im Album ATC 2011 zu finden.)

Letztes Wochenende war ich wieder Salsa tanzen und habe es geschafft, einige Freunde mit zu nehmen. Die Stimmung war super und wir haben bis 2 Uhr getanzt.

Dieses Wochenende wollte ich eigentlich mal ein bisschen langsamer machen und ganz viel schlafen. Spontan sind wir dann doch auf den Falkenstein auf Aris geklettert und haben dort von Samstag auf Sonntag geschlafen. Ein super Unternehmen mit noch mehr Spaß. (Auch davon sind Bilder unter der Rubrik Aris zu finden.)

Meine Bewerbungen für die Unis sind jetzt fast komplett durch (es fehlt nur noch die für Medizin an der Uni Witten Herdecke, die sich etwas aufwändiger gestaltet) und ich habe auch langsam keine Lust mehr. Jetzt kann ich nur noch hoffen und warten. Mal sehen welche Möglichkeiten mir bleiben, wenn die Rückmeldungen mich erreichen.

Soderli das war es auch schon wieder von mir aus dem (gerade super warmen und sonnigen) schönen Namibia. Dir ein schöne Woche.

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Kurzurlaub über die Berge

Nachdem das Internet nun seit beinahe zwei Wochen nicht mehr wirklich will, muss ich heute die Chance nutzen und schnell mal wieder meinen Blog aktualisieren.

Vor zwei Wochen hat mich Larissa, eine gute Freundin aus Deutschland, die gerade einen Weltwärtsdienst in SA macht, angeschrieben. Ein Dreizeiler der beinhaltete, dass sie mich gerne vom 3. bis zum 10. Juni besuchen kommen wollte. Ohne weiteres Wissen wie wann und wo sie ankommen würde, habe ich die Wochen verstreichen lassen bis sich dann diesen Mittwoch alles geklärt hat. So kam es, dass da Freitag morgen mitten in Windhoek Larissa stand. Mit Pia und Jonas zusammen sind wir dann zu viert zu einem Kurzurlaub aufgebrochen.

Da Namibia das Land der ewig weiten Cravelpads ist und die Distanzen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten recht groß sind, fiel die Auswahl des Reiseziels relativ leicht. Dazu kommt, dass es zur Zeit im Süden und Osten noch kälter wird als hier. Also fuhren wir mit meinem Bus Richtung Süd-Westen in die Berge. Nachdem die Pässe sehr lange Zeit nicht passierbar waren, hatte es nun schon seit über einem Monat nicht mehr geregnet und wir hofften auf unser Glück. Als wir zu unserem ersten Pass, dem Spreetshoogte Pass kamen, war dieser leider noch gesperrt. Von David (der Schreiner auf Krumhuk) wusste ich, dass er den Pass vor 1 ½ Wochen passiert hatte, allerdings mit einem 4×4 und so sind wir einfach drauflos gefahren. Das Resultat war, dass der Bus drei mal nur knapp nicht im Schlamm stecken geblieben ist und uns die Klimaanlage auf der Hälfte der Strecke beinahe auf den Kopf gefallen ist. Jetzt habe ich einen Bus ohne Klimaanlage und leider auch ohne Innenbeleuchtung, weshalb ich die nächsten Wochen wohl mal wieder basteln darf.

Die Aussicht auf dem Pass hat dies allerding schon wieder wett gemacht und als wir dann unser Ziel erreicht hatten und die Landschaft einfach nur noch atemberaubend schön war, hatte ich die Klimaanlage schon wieder vergessen.
Schon nach der ersten Stunde hinter dem Steuer kam das Urlaubsgefühl und der Wunsch, solche Reisen jedes Wochenende zu machen. Da in drei Wochen meine Eltern schon bei mir auf der Matte stehen und ich mit ihnen noch reisen gehen werde, kann ich den Moment fast nicht mehr abwarten, in dem ich sie vom Flughafen abhole.

Nach einem wirklich schönen Abend sind wir am nächsten Morgen noch ein Stück weit in die Berge gelaufen, wo wir zwischen Felsen und Wasser unseren Mittag verbracht haben. Leider ist auf dem Weg dorthin (wir mussten noch ein Stück mit dem Bus fahren) das vordere Nummernschild stiften gegangen und selbst nach wiederholtem Suchen war es leider nicht auffindbar. So blieb uns nichts anderes übrig als den Rückweg anzutreten. Aus Angst, beim wiederholten Überfahren des Passes nicht so viel Glück zu haben, entschieden wir uns für den längeren weg über den Gamsberg Pass.
Auf dem Weg dorthin durchfuhren wir Landschaften die so malerisch schön waren, dass sie schon fast wieder unnatürlich wirkten. Wir hatten die Zeit so gut abgepasst, dass kurz nach unserer Ankunft auf dem Pass die Sonne unter ging.

Am späteren Abend feierten wir dann noch Jojo’s Abschiedsparty im Quasaquasa in Katutura.
Sie ist am Montagmorgen abgereist, nachdem sie für ein Jahr hier auf Krumhuk die Hauswirtschaft gemacht hat. Als teilweiser Ersatz kam am gleichen Morgen Anna aus Österreich hier an, die auch einen super netten Eindruck macht (und sie ist Konditorin).
Mit Larissa konnte ich seit Anfang der Woche leider nur noch abends etwas machen, da ich ja tagsüber arbeiten muss und so ist sie nach einem entspannten Montag Dienstagmorgen nach Windhoek zu Jonas in den Kindergarten (sie ist selbst in einem Kindergarten in SA, allerding in einem Township- und keinem Waldorfkindergarten). Heute (Mittwoch) ist sie an der Waldorfschule, besucht dann morgen noch einmal den Kindergarten und kommt nachmittags wieder auf die Farm. Freitagnachmittag wird sie dann wieder in den Bus Richtung SA steigen, um am Montag wieder in ihrem Kindergarten durchzustarten.

Gestern Abend waren wir zu neunt (es sind noch drei Hebammen aus Deutschland am Montag angekommen, die hier einen Monat Praktikum im Katutura Hospital machen) in Windhoek essen und als wir zurückkamen und ich auf die Krumhukpad eingebogen bin, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Es hat geschneit. Nicht stark und auch keine riesigen Flocken aber es hat geschneit. Bei sternenklarem Himmel. Heute Morgen lag dann auf den Balken der Pferdekoppel ein halber Centimeter Schnee.

So jetzt muss ich weiterarbeiten.

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Nur eine schnelle gute Nachricht…

Ich bin nun seit 3 Tagen wieder auf den Beinen. Das ich nicht früher geschrieben habe oder besser gesagt veröffentlicht habe, liegt teils an meiner vergangenen Krankheit, teils am sich immer wiederholenden Ausfall des Internets auf Krumhuk.

So nun die Gute Nachricht… ich habe meine Tia Gisela wieder und sie sieht besser aus als jemals zuvor…. Jetzt muss ich nur noch den Tacho und die Heizung (wir haben hier einen Kälteeinbruch) zum laufen Bringen und alles ist so wie es sein soll.
Hier zwei Bilder zum Vergleich.

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